Über den Mühlweg, vorbei an den letzten Häusern des Dorfes, erreichen Sie die „Alte Säge“, ein altes Gebäude, welches früher das Sägewerk des Dorfes war. Dort können Sie den Fahrweg verlassen und links auf dem Fußweg ins Avingatal abbiegen. Diesem Weg folgen Sie bis zur ersten Brücke über den Valgarolabach. Dort überqueren Sie den Bach und können bis zum Scarljoch durch saftige Almwiesen wandern. Vorbei an einem kleinen Weiher, an welchem ein Grillplatz eingerichtet wurde, über die „Avingawiesen“, die am höchsten gelegenen Wiesen der Tauferer Bauern, durch einen kleinen Lärchenwald hindurch, betreten Sie die Weiden der Mangitzalm.
Rund 150 Meter nach Verlassen des Waldes finden Sie zu Ihrer Linken den „Teufelsstein“, von dem eine Sage erzählt, dass der Teufel einem Weiblein beim Wegräumen von Steinen behilflich sein wollte. Er wettete mit ihr, dass er die Steine schneller wegräumen würde, als es für das Beten eines „Vater unser“ brauche. Sollte ihm dies gelingen, gehöre die Seele des Weibleins ihm. Doch wie es das „Amen“ sprach, hatte der Teufel noch den großen Stein in seinen Händen. Er hatte die Wette verloren, ließ den Stein fallen und verschwand. Die Spuren der fünf Finger sind heute noch am Stein sichtbar.
Bald erreichen Sie die Mangitzalm, wo heute noch die Milch der Kühe zu Butter und Käse verarbeitet wird. Weiter der Markierung 1 folgend, gelangen Sie zur Mitteralm. Auch dort werden noch Butter und Käse hergestellt. Um dem Senner bei der Arbeit zuzusehen, müssen Sie die Alm schon um 7 Uhr erreicht haben. Bei geringer Steigung gelangen Sie nach einer halben Stunde zur Pravierhütte. Noch eine halbe Stunde dauert die Wanderung zum Tagesziel, dem Scarljoch, benannt nach dem Scarltal und dem Dorf Scarl, welche hinter dem Grenzübergang in der Schweiz liegen. Beim Aufstieg zum Scarljoch sehen Sie eine Abzweigung zur Jöchlhütte, die im Jahre 1986 vom Bergrettungsdienst Taufers für alle Bergfreunde errichtet wurde. Bei schlechter Witterung können Sie dort Unterschlupf finden. Das Scarljoch bildet die Staatsgrenze und zugleich eine Wasserscheide. Ein Teil des Wassers fließt über den Inn und die Donau ins Schwarze Meer, während der andere Teil über die Etsch in die Adria gelangt. Auf dem Rückweg gibt es die Möglichkeit bei der Mitteralm links abzubiegen und auf der Markierung 2 über Tabladè-Valstira-Böden nach Taufers zu gelangen.
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